Iso-Norm im Eventmanagement

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Die Frage der Nachhaltigkeit bestimmt zunehmend den Dienstleistungsbereich. So ist es nicht erstaunlich, dass für das Veranstaltungsmanagement eine ISO-Norm entwickelt wurde. Aktuell steht ein Entwurf fest, der Fragen berührt wie Ressourcen, Kommunikation und Kompetenz, aber auch das Management in der Wertschöpfungskette.

Hemmnisse auf dem Weg der Implementierung

Die Mehrzahl der Veranstalter ist lange erfolgreich im Geschäft und sie sind es gewohnt, mit einem individuellen Plan erfolgreich (Groß-)Veranstaltungen ins Leben zu rufen. Frei nach dem Motto »Never change a winning team« sind Veränderungen unerwünscht. Besonders dann, wenn sie mehr Transparenz in der Geschäftsführung ermöglichen könnten. Man lässt sich nicht gern in die Karten schauen.

Diese Haltung ist nicht nur im Veranstaltungsmanagement zu bemerken. Viele Unternehmen in den unterschiedlichsten Bereichen möchten sich den ISO-Normen entziehen. Da die Nominierung gerade im Bereich Dienstleistung noch recht jung ist, sind hier die Widerstände am größten.

Vorteile einer internationalen Norm

Erste Erfahrungen mit einer Norm in Richtung Nachhaltigkeit stammen aus Großbritannien. Die dort angewandte BS 8901 sollte für die in diesem Jahr stattfindenden Olympischen Spiele Regeln für die Nachhaltigkeit festlegen. Erstmals bekam der Bereich Umweltschonung Aufmerksamkeit bei der Planung eines Großereignisses dieses Ausmaßes. Darüber hinaus wurden Punkte wie ökonomische und soziale Nachhaltigkeit aufgenommen. Aufgrund der positiven Erfahrungen in Großbritannien wurde in der Folge die internationale Norm ISO 20121 entwickelt. Damit Nachhaltigkeit keine hohle Phrase bleibt.

Für Deutschland zuständig ist das Arbeitsgremium NA 159-01-14 AA Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement, dessen Ansprechpartner Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Thomas Eikermann der Öffentlichkeit und natürlich allen Veranstaltern zur Verfügung steht.