Hartz IV – so wehrt man sich gegen die Bürokratie

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Wer Leistungen nach dem SGB II (2. Sozialgesetzbuch), im Volksmund auch Hartz 4 genannt, bezieht hat es nicht immer leicht. Schon das Ausfüllen der seitenlangen Anträge bringt so manchen Antragssteller zur Weißglut. Überforderte Sacharbeiter, schlechte Organisation der Jobcenter und meist ein erhaltener Leistungsbescheid, der nicht selten zehn Seiten ausmacht, machen dem Leistungsempfänger das Leben schwer. Wer einmal in diesem Sumpf drinsteckt, der kommt so leicht auch nicht wieder heraus. Jeder Leistungsbescheid den man erhält, sollte massiv und ordentlich geprüft werden.

Ist der Bezieher nicht in der Lage dies zu tun, ist es ratsam sich Hilfe zu suchen. Dieses kann zum Beispiel bei karitativen Beratungsstellen und Einrichtungen erfolgen. Ist ein Leistungsbescheid tatsächlich fehlerhaft, so sollte man innerhalb von vier Wochen Widerspruch beim zuständigen Verwaltungsgericht seines Wohnortes beantragen. Auch ein Anwalt kann beauftragt werden. Für die Anwaltsrechnung muss das Jobcenter eine Pauschale in Höhe von 300,00 Euro ab den Anwalt bezahlen. Das eigentliche Widerspruchsverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist kostenlos.

Da die Gerichte aus Erfahrung mit Widersprüchen überhäuft sind, kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Bearbeitung erfolgt ist.